Über Thanksgiving hat es mich wie viele Aliens in Amerika in das extrem gute Hostel in Montréal im schönen Québec (dem Land der fanzösisch-sprachigen Stopp-Schilder) verschlagen.
Während in den USA also millionenfach der traditionelle Truthahn-Massenmord für verstopfte Flughäfen und Staus gesorgt hat, haben wir Flüchtlinge uns diese großartige Stadt angeschaut, Poutine bis zum Umfallen gefuttert (Montréaler Pommes-"Spezialität"-> siehe Bild), kanadische Microbrew-Biere getestet und die ein oder andere Bar gecheckt ;)
Amerikaner würden mich für diesen Satz wahrscheinlich töten aber ich habe in Montréal, dass für ausgezeichnetes Essen und eine riesige Restaurantszene bekannt ist (3 Restaurants pro Einwohner, keine Imbissbuden auf den Straßen erlaubt!), den besten Burger bisher auf diesem Kontinent gefuttert. Wen es also jemals nach Montréal verschlägt, der muss unbedingt im "La Paryse" auf der Rue Ontario im Quartier Latin vorbeischauen! Fotobeweis ist in der Galerie zu finden ;)
Der Charme der Stadt kommt weniger von den auch sehr schönen touristischen "must-see"-Ecken wie der Altstadt und der Hafengegend, sondern eher aus den spannenden und zugleich gemütlichen Stadtteilen bzw. Neighborhoods. Besonders hat mir die Mile End-Neighborhood mit ihren alternativen und urigen Cafés sowie DEM Hot-Spot für die Montréaler Bagel gefallen . Im "La maison du bagel" gibts 24h am Tage frische, warme Bagel aus dem Backofen. Extrem lecker! Zudem grenzt diese Mile End Neighborhood auch an den 2002 eingemeindeten Stadtteil Outremont an, in dem sich eine ultra-orthodoxe jüdische Glaubensgemeinschaft angesiedelt hat und das Straßenbild schon fast dominiert. Ein Bild dazu gibts es auch in der Galerie. Spannende Kopfbedeckung aber die wird wohl nur an Feiertagen getragen.
Downtown hingegen ist unheimlich grau und wird auch bei Sonnenschein-Wetter leider nicht unbedingt schöner. Die besten Architekten haben ihre Handschrift im Montréaler Stadtzentrum leider nicht unbedingt hinterlassen. Dafür gibt's ein riesiges Bike-Sharing System und allgemein ist die Stadt sehr fahrradfreundlich (ausgedehnte Radwege, Unmengen an Fahrradständern etc.).